Anleihemarkt, das Thema vom 29.03.2014



Die Kurzanalyse

Nach den Erfolgen am Börsenmarkt ist nun  der Anleihemarkt dran. Anleihen werden nach der Art der Verzinsung in Festverzinsliche Wertpapiere, Floater und strukturierte Wertpapiere unterschieden. Viele Unternehmen nehmen Anleihen auf, die über die Bankinstitute verkauft werden. Anleihen verbriefen einen Rückzahlungsanspruch und Zinszahlungen in bestimmter Höhe als Entgelt für die Überlassung des Kapitals. Während ein Investor durch den Kauf von Aktien (Mit-)Eigentümer der Unternehmung wird, sind die Inhaber von Anleihen Gläubiger. Der Kurs einer Anleihe wird in Prozent des Nominalwerts angegeben. Der Zinsanspruch einer Anleihe wird auch als Kupon bezeichnet. Grundsätzlich gilt, dass Zins- und Tilgungszahlungen für begebene Anleihen Vorrang vor Dividendenverpflichtungen haben und die Nicht-Bedienung zum Konkurs führen kann. Aber die Spielregeln am Anleihenmarkt haben sich in jüngster Zeit deutlich verändert.
Wandelanleihen beinhalten das Recht oder die Pflicht auf Umtausch der Anleihe in Aktien des Emittenten. Deshalb ist zunächst von der Hauptversammlung der jeweiligen Aktiengesellschaft ein entsprechender Beschluss zur Schaffung des bedingten Kapitals notwendig, aus dem bei der Wandlung die entsprechenden Aktien genommen werden.
Auch bei Anleihen besteht Totalverlust. Anlageberater sagen meistens, die Aktie ist sicherer als die Anleihe.


Unsere Analyse


Durch die geringen Anlagezinsen bei Festgeld werden viele Anleger in Anleihen getrieben, die meist eine Laufzeit von 5 Jahren haben und zwischen 6 und 11% Zinsen versprechen. Zum Beispiel Air Berlin-Anleihe: 11,500% bis 01.11.2014 [WKN: AB100C / ISIN: DE000AB100C2] ob die Anleihe zurück gezahlt werden kann, ist fraglich. Es sei denn Air Berlin findet einen finanzstarken Investor, der Air Berlin übernimmt.
Die guten Laren gehen davon aus, dass die meisten Anleihen, die zur Zeit einen Kupon über 7% haben, mit Totalverlust enden.

Das Ergebnis


Ergebnis nach 3 Monaten. Die Anleihe von Air Berlin soll durch eine neue Anleihe abgelöst werden. Air Berlin hat im ersten Quartal des laufenden Jahres ein operatives Ergebnis (EBIT) von -182,8 Mio. EUR erwirtschaftet, nach EUR -188,4 Mio. im Vorjahresquartal. Air Berlin versucht nun die Anleihegläubiger zum Umtausch zu animieren (siehe "Wortgewandte Air Berlin" im Handelsblatt 15.05.2014). Hinter Air Berlin steht zu fast 30% Etihad Airways (EA). Wenn diese Fluggesellschaft ihre Anteile nicht erhöht hätte, sehe es schon 2012 sehr schlecht für Air Berlin aus. Man kann davon ausgehen das EA die Air Berlin Anteile weiter erhöhen wird. Zumal mit der 49% Übernahme der Alitalia weiter im Europäischen Markt investiert wird.
Wie viele Anleger nur darauf warten das Geld Unternehmen zu geben, zeigt die 30 Mio. Anleihe zu 7,75% der Beate Uhse AG. Innerhalb von wenigen Stunden war diese überzeichnet.

 

 

 

 


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