Der Telekommunikationsmarkt, das Thema vom 05.01.2015



Die Kurzanalyse

Das schnelle Wachstum an Informationsübertragung hat in Deutschland viele Unternehmen hervorgerufen. Die mit dem schnellen Wachstum einhergehenden technischen Probleme und der Mangel an erfahrenem Personal schadeten nicht nur dem Ruf, am Ende verschwanden wieder viele Unternehmen. Ein Grund war die "letzte Meile" der Telekom. Man hatte keinen direkten Zugang und die Telekom hat gemauert.
Heute ist der gemeinsame Telekommunikationsmarkt ein wesentlicher Baustein des Digitalen Binnenmarktes. Was für eine Art Binnenmarkt würde es sein wenn es keine vernünftigen Lösungen zu Roaming, Netz-Neutralität und – noch wichtiger – zum Breitband gibt.
Die EU-Kommission hatte neue Regeln für den Telekommunikationsbinnenmarkt  2013 vorgeschlagen. Das Europäische Parlament  hat im April 2014 zugestimmt.
Mit der Verordnung sollen, unter anderem, die Roaming-Gebühren bis Ende 2015 komplett in der EU entfallen. Außerdem soll die Reform für mehr Transparenz bei Breitbandverträgen sorgen, die europaweite Vernetzung vorantreiben und für Netzneutralität im Sinne der Nutzer sorgen. Zudem geht es um eine koordinierte Vergabe der Frequenzlizenzen für drahtloses Breitband. Die Netzneutralität wird grade von den großen Unternehmen angegriffen. Auch die Roaming-Gebühren bei Nicht-EU-Staaten (z. B. Schweiz, Türkei) sind weiter vorhanden. Verbraucher sind gut beraten, den Vertrag des Anbieters genau zu prüfen.
Generell können im Ausland Kosten durch rechtzeitiges Abschalten von automatischen Funktionen und durch den Verzicht auf Abhören der Mailbox gespart werden, vor allem in Ländern außerhalb der EU.
Das Herunterladen von Reiseführern, vor Reiseantritt spart Gebühren, wenn Sie darauf achten,  dass die Reiseführer auch offline zur Verfügung stehen. Sollten Sie wirklich mal ins Internet wollen nutzen Sie das W-Lan im Hotel oder Internetcafe.

Wie sie sehen verdienen die Telekommunikationsunternehmen immer weniger Geld mit dem telefonieren, sondern viel mehr mit den Diensten wie Internet, Entertainment und Informationen. Also, dass was früher die Reiseführer in Buch oder Heftform, der Kinobesuch, oder das Gespräch in der Kneipe waren, passiert heute über Facebook, Amazon usw.. Die Datenflut steigt und steigt. In der Zeit von 2004 bis 2014 hat sich das übertragene Datenvolumen verdoppelt.
Darauf müssen sich die Unternehmen einstellen und entsprechend aufrüsten. Das entscheidende ist noch die "letzte Meile". Auf den Sektor Telekommunikation bezogen ist diese "letzte Meile" vor allem aus zwei Gründen problematisch. Zum einen deshalb, weil das Beste und schnellste Netz wenig nützt, wenn auf dem letzten Teilstück nicht Glasfaser, sondern herkömmliches Kupferkabel liegt. Zum anderem gehört dieses Teilstück entweder der Deutschen Telekom oder regionale Carriern, was zu Streitigkeiten über die Gebühren führt.

Auch das Fernsehen wird immer mehr durch Telekommunikationsdienste genutzt,  so dass auch Newcomer mit eigens produzierten Inhalten so viele Anhänger finden, so dass sie von den Werbeeinnahmen leben können und damit ihr eigenes Fernsehprogramm kreieren.
Früher gehörte auch das Kabelnetz der deutschen Post. Die wurde zerschlagen und die deutsche Telekom musste das Kabelnetz an mehrere Anbieter verkaufen. 2013 hat Vodafone eine Aktienmehrheit von 75 Prozent an dem deutschen Unternehmen Kabel Deutschland erworben. Kabel Deutschland wird aktuell noch als eigenständiges Unternehmen geführt und ist  noch nicht komplett integriert.
Durch diese Übernahme ist Vodafone nun in der Lage, unabhängig von der "letzten Meile" der Telekom, in 13 Bundesländern Angebote aus Telefon, Internet und TV anzubieten. Mit Übertragungsgeschwindigkeiten, die das herkömmliche Festnetz via DSL, VDSL und Vectoring nicht bietet.
Für die Telekom wird es noch schlimmer, auch die Qualität der Netze wird von den Konkurrenten ständig verbessert. So ist Vodafone stellenweise schon besser als die Telekom. Mit dem Übertragen in die Kabelnetze wird sich das noch erhöhen.
Zur Zeit liegt die Zuverlässigkeit der Kabelnetze noch weit von denen der Telefonleitungen entfernt. Wenn die Telefonleitung 2 Tage im Jahr nicht funktioniert, ist das bei den Kabelnetzen 1 mal im Monat.

Rund 97 Prozent aller Breitbandzugänge in Deutschland, Frankreich und Italien laufen über DSL. Diese Monopolstellung einer Zugangstechnik ist außergewöhnlich, in den meisten anderen Industrieländern liegt der Anteil der DSL-Anschlüsse nur bei knapp der Hälfte bis zu zwei Dritteln. Der Mangel an Alternativen ist schuld daran, dass die Breitbandversorgung der Haushalte nur über DSL funktioniert.
Allerdings, versuchen auch die Kabelanbieter Fuß zu fassen und den Umsatz pro Kunden in die Höhe zu treiben. Sie setzen dazu das Kabelfernsehen genau in der gleichen Weise ein, wie die DSL-Anbieter den Telefonanschluss: Knapp 15 Euro werden für den Kabelanschluss fällig, ohne den es kein Internet gibt. Die Kabelgesellschaften rüsten das Netz bei der Einführung des Internet-Zugangs auf den gesamten Breitbandbereich bis 862 MHz auf, was - eine modernisierte Hausverstärkeranlage vorausgesetzt – die den Empfang zahlreicher weiterer Programme ermöglicht.
Die Telekom versucht auch mit Voice over IP (VoIP)-Telefonie den Kabelanbietern Paroli zu bieten. Hat aber einen technischen Dämpfer erhalten. Die Systeme sind nicht ausgereift und haben viele Störungen.
Mit dem fortschreitenden Einsatz von optischer Übertragungstechnik wird die Übertragungsrate weiter erhöht.
Die wesentlichen Vorteile optischer Übertragungstechnik sind, hohe verfügbare Bandbreite, eine geringe (annähernd frequenzunabhängige!) Signaldämpfung für die Überbrückung großer Distanzen zwischen aktiven Netzkomponenten, sowie Störsicherheit und Abhörsicherheit.
Lichtwellenleiter strahlen so gut wie kein Licht an die Umgebung ab und sind lediglich durch Spezialeinrichtungen abhörbar.
Für das eigentliche Übertragungsmedium gibt es eine Vielzahl von meist unpräzisen Bezeichnungen: Glasfaser, Lichtleiter, Lichtleitfaser, Lichtwellenleiter. In englischsprachiger Literatur wird der Lichtwellenleiter (LWL) häufig als ‘optical fiber’ bezeichnet. Prinzipiell besteht ein LWL aus einer dünnen zylindrischen Faser aus Quarzglas, oder aus Plastik (POF Plastic Optical Fiber). Ein wichtiges Maß zur Klassifizierung der Übertragungsleistung eines Lichtwellenleiters stellt das sog. Bandbreiten-Längenprodukt bzw. Bitraten-Längenprodukt dar, da es für jeden Fasertyp annähernd konstant ist. Es gibt an, welche Datenraten bei gegebener Leitungslänge in der Faser übertragen werden können, bzw. welche maximale Leitungslänge von einer Faser bei vorgegebener Datenrate verkraftet wird.
Leider haben diese Fasern auch einen großen Nachteil: da die Lichtgeschwindigkeit in der Faser eine Konstante ist, benötigt das Licht, welches mehr oder weniger im Zick-Zack durch die Faser läuft, mehr Zeit als das Licht, was entlang der optischen Achse läuft. Durch die unterschiedlichen Laufzeiten kann es zu erheblichen Impulsverformungen kommen. Verformte Impulse werden einfach “breiter” und man muss entsprechende Pausen lassen, da sich die Impulse sonst mischen und es zu Übertragungsfehlern kommt.
Diesen Effekt nennt man auch Modendispersion. Sie ist bei einfachen optischen Systemen die dominierende Dispersionsform.
Was wieder zu den Technischen Problemen bei VoIP Telefonie führt.
Diese Probleme mit den unterschiedlichen Wegen hat man mit Monomodefasern annähernd gelöst. Der Rekord für die Übertragung auf den neusten Monomodefasern steht bei über 10 Terabit/s. (das sind ca. 2500 Filme von 100 min Länge) auf eine Distanz von 100 km, ohne Zwischenverstärker. Trunk- oder Verbindungskabel mit Standardfasern können 144 Fasern bei einem Querschnitt von nur 13.1 mm aufnehmen.
Diese Leistung wird sicherlich nicht in allen Fällen benötigt, sie zeigt aber auf, wo es hingeht.
Die Übertragung auf langen Wegen ist schnell und die Datenmenge sehr hoch, aber wie die Daten beim Kunden ankommen ist die entscheidende Frage. Viele Kunden haben nicht einmal die Möglichkeit DSL zu empfangen. Besonders betroffen ist hier der ländliche Raum. Hier werden in Zukunft die Gemeinden mehr gefordert sein, um Lösungen zu schaffen. Denn die Konzerne werden sich mit Investitionen zurück halten. Es rechnet sich nicht für sie. Die Optoelektronik ist heute noch ein sehr teures Gebiet der Telekommunikation.

Im Juli 2014 hat die Bundesnetzagentur entschieden, auf die sich auch andere alternativen Anbieter berufen können, dass künftig bei zu erwartenden Bandbreiten von weniger als 30 MBit/s einen neuen Kabelverzweiger (Kvz) zu bauen ist. Früher lag diese Grenze bei 1 MBit/s. Die Länge der letzten Meile ist heute noch für hohe Bandbreiten entscheidend.
Die Anbindung der Haushalte sei die schwierigste Herausforderung. Um das Problem mit der letzten Meile bei der Telekommunikation zu lösen, setzen andere Unternehmen auf Funk- und Satellitentechnik (bis 10Mbit/s). Funknetze werden sich weiter verbreiten. Mit Bluetooth und Wireless LAN ist schon der Anfang gemacht.

Unsere Analyse


Die Kommunikationsdienste werden immer ausgefeiltere Techniken liefern, aber werden die Menschen auch bereit sein für diese Techniken? Die Gesetzgeber sind noch mit dem Onlinehandel beschäftigt, da kommt schon die nächste Welle der Vermarktung auf die Kunden zu (nutzen statt kaufen). Das Dienstleistungsgewerbe ist massiv im Umbruch. Sei es die Taxifahrer- oder die Einzelhandelsbranche. Es wird sich vieles über Datenleitungen abspielen. Bei einer Kochshow gleich mal mitkochen oder das Rezept per Film in der Küche abrufen und per 3D-Drucker ausdrucken.

Die Datenleitungen werden immer wichtiger. Wer die besitzt, besitzt die Macht über Informationen.
Die Telekommunikation wird sich weiter konzentrieren um die Kosten für das Hochleistungsinternet in den Griff zu bekommen. Der Ländliche raum bleibt ersteinmal außen vor.

Das Ergebnis



 

 

 

 


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