Der Immobilienmarkt, das Thema vom 24.05.2012



Die Kurzanalyse

Der Immobilienmarkt ist die Vermarktungsstelle für die Immobilienwirtschaft. Die Immobilienwirtschaft hat als zweitgrößter Wirtschaftszweig Deutschlands große volkswirtschaftliche Bedeutung. Aus den Erlösen werden, neben dem Unternehmergewinn, auch die Entwicklung und Bewirtschaftung von Wohn- und Geschäftsräumen finanziert.
Im Gegensatz zu anderen Marktbereichen, hat der Immobilienmarkt ganz spezielle Eigenschaften. Sie gründen sich vor allem auf folgende Aspekte:

  • Grund und Boden ist nicht vermehrbar;

  • Grundbesitz ist ein unbewegliches Rechtsgut;

  • Immobilien befriedigen eines der Grundbedürfnisse des Menschen, nämlich das Wohnen, das Arbeiten und in gewissem Maß auch den Wunsch nach Sicherheit.

In seiner Grundform handelt es sich bei den Immobilienmärkten, um nicht organisierte Märkte. Die Intransparrenz dieser Märkte, ruft quasi automatisch Transparenz erzeugendes Gewerbe hervor. Es handelt sich um Immobilienmakler, die als Angebotssammelstellen fungieren. Zusammenschlüsse von Immobilienmaklern (Maklerverbünde, Immobilienbörsen) führen zu einer weiteren Transparenz, da hier bei jedem Makler auch Angebote von Maklerkollegen abgerufen werden können.
Eine besondere Bedeutung für die Schaffung von Markttransparenz haben heute Immobilienportale im Internet und die Internetseiten von Maklern, bei denen sehr viele Informationen über angebotene Immobilien eingestellt und abgerufen werden können.

Immer wieder, werden bei Krisen die Menschen in Immobilien gelockt. Sei es die Euro-Krise oder die Wirtschaftskrise. Es treibt immer wieder Anleger in Wohn- oder Geschäftsimmobilien. Dabei erreichen die Preise in großen Städten meist als erstes ein ungesundes Niveau. In guten Lagen treiben sich die Bieter schnell mal auf siebenstellige Summen. Zudem haben sich viele Käufer zu wenig mit den Risiken des Kaufes auseinandergesetzt. Die Blasenbildung hat begonnen.
Die hohen Preise werden dann unter Druck geraten, wenn sich keine Käufer mehr finden. Dann geraten die Besitzer unter Druck, denn sie müssen in die Immobilie investieren, was sie eigentlich nicht wollten. Oder sie müssen verkaufen, damit sie ihre Belastungen in anderen Bereichen abdecken können. So sinken die Immobilienpreise. Man spricht vom Platzen der Blase.

Unsere Analyse


Etwa die Hälfte der deutschen Bevölkerung leben in den eigenen vier Wänden und haben einen starken Bezug zu ihrem Grundeigentum.
Wohnungen, Appartements und Häuser werden oft nicht nur zu Wohnzwecken verwendet, sondern auch als eine gute Investition oder als Ferienwohnung genutzt.
Der Immobilienmarkt in Deutschland scheint noch nicht überhitzt zu sein. Da viele Neubauten entstehen. 2012 werden mehr neue Wohneinheiten gebaut als 2011. Der Arbeitsmarkt bleibt aller Voraussicht auch 2012 robust und das Interesse an sicheren Anlagemöglichkeiten wird nach wie vor hoch sein. All das regt den privaten Wohnungsneubau an, so die KFW Bankengruppe.
Da der demographische Wandel die Nachfragesituation weiter entspannt, werden in den nächsten Jahren sehr viele Einfamilienhäuser auf den Markt kommen, die in den 1950 -1960iger Jahren gebaut wurden und die einen starken Sanierungsbedarf haben. Da entsteht dann die Frage? Abriss oder Sanierung.
Vor allem die energetische Sanierung muss sich diesem neuen Markt anpassen. Bis 2050 soll der Energieverbrauch in Gebäuden um 80 Prozent sinken. Doch noch ist das Ziel in weiter Ferne. 2011 wurden nur 0,8 bis 0,9 Prozent der Häuser saniert. Auf eine Wertsteigerung der Immobilie durch die Sanierung kann man nicht überall hoffen. Denn es gibt viele Regionen wo schrumpfende Wohnungsmärkte entstehen. Da werden die Investitionskosten bei Vermietung oder Verkauf, nicht wieder erwirtschaftet. Dieses versucht man mit Ferienimmobilien auszugleichen. Was aber nicht überall klappt.
Durch den demographischen Wandel werden die Städte versuchen die Menschen in Ihrem Einzugsgebiet zu halten und anzulocken, was den Druck auf die ländlichen Gebiete weiter erhöht. Aber das wird erst in 5-10 Jahren der Fall sein.
Die guten Laren gehen davon aus, dass die Immobilienpreise sich im Raum Rostock, Hamburg, Berlin, Hannover, Frankfurt, Wiesbaden, Stuttgart, München und dem Ruhrgebiet 2012 weiter nach oben bewegen werden. In den anderen Bereichen werden die Preise fallen oder gleich bleiben.
Aber 2013 wird es durch wirtschaftliche Umbrüche zur Stagnation bzw. zu einer Umkehr auf dem Immobilienmarkt kommen.

Das Ergebnis


Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden wurden im vergangenen Jahr insgesamt 183.110 Wohnungen fertig gestellt, davon 164.178 in Neubauten und 18.932 in bestehenden Gebäuden. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von 14,6 Prozent. Das historische Tief in den Wohnbauaktivitäten ist damit offenbar nachhaltig überwunden.
Die Immobilienpreise haben sich in den letzten 3 Monaten nicht sehr weit nach oben entwickelt. Es besteht zur Zeit eine sehr große Qualitäts- und Preissensibilität. So haben sich die Preise für den Kauf von Neu- und Bestandsbauten um ca.1,1% erhöht.
Gerade Familien mit niedrigen Einkommen oder mehreren Kindern seien nicht die Adressaten von Neubauprojekten
Schließlich würden Neuvermietungen in angespannten Wohnungsmärkten wie Frankfurt, Hamburg, oder München im Durchschnitt bei 9,50 Euro je Quadratmeter beginnen.
Im Zuge der wirtschaftlichen Abkühlung und der sich weiter verschärfenden europäischen Schuldenkrise warten viele Käufer ab und stellen Entscheidungen zurück. Die Nachfrage hat seit März 2012 langsam nachgelassen. Daraus ergab sich für das 2.Hj. ein Vermietungs- und Verkaufsstagnation. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), hat einen Bedarf von 195.000 Wohneinheiten für das Jahr 2012 ermittelt. Berlin versucht das Problem dadurch zu verringern, in dem sie gegen die Vermietung von Wohnraum, als Ferienimmobilie vor geht.

 

 

 

 


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