Solarmarkt, das Thema vom 01.06.2012



Die Kurzanalyse

In den letzten Wochen gab es viele Zusammenbrüche von Solarunternehmen und es werden noch weitere folgen. Aber das ist eigentlich nur eine Marktbereinigung. Darum sind auch viele Unternehmen gleich wieder von anderen aufgekauft worden.
Das Deutschlands Weltmarktanteil an der globalen Zellproduktion sich binnen weniger Jahre nahezu in Luft aufgelöst haben, ist laut einiger Fachmagazine, Schuld des Managements. Alle Solarunternehmen leiden unter Überkapazitäten, fehlenden Alleinstellungsmerkmalen, leicht kopierbaren Geschäftsmodellen und hoher Verschuldung. So schrumpfte der Anteil in Deutschland, zwischen 2007 und 2011, von 20 auf unter 7 Prozent. Chinas Marktanteil hingegen explodierte im gleichen Zeitraum von 15, auf mehr als 57 Prozent. Aber auch China sagt; Wir werden der blinden Expansion von Sonnen- und Windenergie Einhalt gebieten. Außerdem suchen die Chinesen nach Wegen, auch in Europa und den Vereinigten Staaten in das Projektgeschäft einzusteigen.

Die Überproduktion, ist eines der größten Probleme. So standen nach Branchenschätzungen, Ende 2011 ca. 60.000 Megawatt an Produktionskapazitäten einer weltweiten Nachfrage von 24.000 Megawatt, gegenüber.

Unsere Analyse


Das China auch die Subventionen für die Solarbranche streichen wird, steht seit der Suntech in Hamburg 2012 fest. Aber die chinesischen Unternehmen haben damit gerechnet, dass es im Zuge des Preisverfalls des vergangenen Jahres zu entsprechenden Förderkürzungen kommt.
Im Gegensatz zu deutschen Herstellern betrachteten chinesische Wettbewerber Solarzellen und -module von vornherein nicht als Ingenieurprodukte, sondern als Handelsware. In Verbindung mit einer gnadenlosen Niedrigpreisstrategie gelang es ihnen, über das deutsche Groß- und Einzelhandelssystem schnell, Handwerker von ihrer billigeren Ware zu überzeugen, ohne das sie einen eigenen Vertrieb aufbauen mussten.
Die Förderkürzungen in Deutschland, in Italien und Spanien tun ein übriges, um in weiten Teilen die Existenz der Solarbranche zu bedrohen. Wer kippt als Nächster, wer bleibt am Ende übrig in Deutschlands Solarmarkt?
Es kristallisieren sich langsam Unternehmen heraus, die vielleicht den Turnaround schaffen.

So beschließt SMA Solar Technology AG, für das Geschäftsjahr 2011 die Ausschüttung einer Dividende von 1,30 Euro Aktie. Es ist weniger als im Vorjahr, aber es wird noch eine gezahlt. Was bei vielen anderen Unternehmen nicht der Fall ist. Centrotherm steckt noch im Turnaround, wird ihn aber schaffen. Solarworld profitiert in den USA von der Einführung von Zöllen auf Solarmodule, die aus China kommen. Die chinesische Unternehmen eruieren aber die Möglichkeit, mögliche Strafzölle durch Klage und den Export über den Umweg Taiwan zu umschiffen.  
Gleichzeitig sorgen die steigen Gas- und Ölpreise in Europa, für eine weitere Nachfrage nach Solar- und Windanlagen.
Das kann sich aber ändern, da die Preisbindung von Gas ans Öl in Zukunft fallen wird, da es bedeutend mehr Gasangebote gibt, als noch vor wenigen Jahren.

Aber auch die einfache Installation und  der weitere Preisverfall, sorgen dafür das auch aufstrebende Länder, auf  Solar setzen. Obwohl sie wissen, dass es nur 12 h Strom gibt. Das ist aber immer noch besser als kein Strom, oder nur 2-4 h durch Diesel- oder Benzingeneratoren.

Das Ergebnis


Sachsen-Anhalt bestätigte am 18.06.2012, dass ein Teil der von der Bundesregierung geplanten Kürzungen zurückgenommen werden soll. Entgegen ursprünglichen Plänen solle die Förderstufe für Solaranlagen auf Dächern mit einer Leistung zwischen zehn und 100 Kilowatt nicht ersatzlos wegfallen, sondern nur noch Anlagen mit zehn bis 40 Kilowatt umfassen.
Am 27. Juni 2012 konnte im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat eine Einigung über die zukünftige Ausgestaltung der Förderung von Photovoltaik-Anlagen im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erzielt werden. Die Neuregelungen der Kürzung der Solar-Förderung traten rückwirkend zum 1. April 2012 in Kraft.

Die Serie von Firmenpleiten in der Solarbranche reißt nicht ab.
In den vergangenen Monaten haben zahlreiche größere Solar-Unternehmen wie etwa Q-Cells, Sovello, Solarwatt, Odersun, Solon und Inventux Insolvenz angemeldet. First Solar und Schüco wollen ihre Werke in Deutschland komplett schließen.
Obwohl die Nachfrage nach Solarmodulen langsam wieder ansteigt. NPD Solarbuzz rechnet damit, dass die wichtigsten Größen, die Einfluss auf die Solarindustrie haben (Modulproduktion, Angebot und Nachfrage), im zweiten Halbjahr maximal bis zu 8 % voneinander abweichen und die Nachfrage in den USA bei rund 17,2 Gigawatt liegen wird. Viele Unternehmen rechnen damit, dass neue Solar-Märkte in Asien, Südamerika, Arabien und Afrika künftig die westeuropäischen Photovoltaik-Märkte überholen werden.
Die EEG-Vergütung in Deutschland soll bei 52 Gigawatt installierter Photovoltaik-Leistung auslaufen. Zur Zeit sind in Deutschland rund 28 GW installiert. Somit bleibt ein jährliche Ausbaukorridor von 2.500 bis 3.500 Megawatt erhalten. Die Bundesregierung kündigt an, Mittel zur Erforschung regenerativer Energieversorgungssysteme, Anwendungsnaher Photovoltaik-Systemlösungen und Produktionstechnologien substanziell zu erhöhen.

 

 

 

 


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